Man schlägt die Augen auf, hat sägende Kopfschmerzen und neben einem liegt eine nackte Person, die man eigentlich gar nicht kennt. Zum Leben von Singles gehören hin und wieder auch mal One-Night-Stands. Am nächsten Tag gibt es nicht zwangsläufig ein böses Erwachen. Kommt aber vor. Vor diesen vier One-Night-Stand-Typen solltet ihr euch in Acht nehmen.

 

Der Profi

ProfiSie lauern in Clubs. Jedes Wochenende. Immer mit dem selben Programm. Nichts wird dem Zufall überlassen. Jeder penetrante Augenkontakt sitzt. Jedes breite Grinsen ist eine gebleechte Kampfansage. Und bei jeder Körperbewegung ist kaum zu übersehen, dass ein Großteil der Freizeit im Fitness-Studio verbracht wird. Die Konversationen sind so tief wie eine Pfütze, die Witzchen auf Pausenhofniveau und die traurigen Geschichten vom Ex-Partner, der letzte Woche nach Jahren durchgebrannt ist völlig durchschaubar. Nach ein paar Sekunden ist klar, was die Profis wollen: schnellstmöglich mit dir in die Kiste. Der Alkoholpegel steigt, die Musik wird immer beschissener, der Abend zunehmend uninteressanter. Die Rettung? Ein unkomplizierter One-Night-Stand mit einem Profi. Der Sex ist meistens okay und am nächsten Morgen wartet der Profi so lange, bis du aufgewacht bist. Aber nur, um zum Abschied noch ein paar Sprüche abzusondern, die sogar Dieter Bohlen nach 10 Wodka-Bull zu peinlich wären.

 

Der Frühstückmacher

frühstückMan wacht auf, die Mundhöhle schmeckt nach Kompost, schneidende Kopfschmerzen rauben einem fast den Verstand. Und langsam erinnert man sich daran, dass gestern noch jemand zu Besuch war. Langsam dreht sich der Kopf zur anderen Seite des Kissens und sieht: nichts. Was man hört: das Summen der Kaffeemaschine, das Klirren von Geschirr, das Rücken von Stühlen. Man ist nicht allein. Der Sexualpartner der letzten Nacht ist gekommen (oder auch nicht), um dann zu bleiben. Zumindest zum Frühstück. Der Kaffee dampft, die frischen Semmeln sind in einem deiner Brotkörbe angerichtet und Rühreier gibt’s obendrauf. Der Frühstückmacher ist um ein adäquates Post-Koitus-Frühstück bemüht und fährt alles auf, was dein Kühlschrank so bietet. Nett oder penetrant? Das gemeinsame Frühstück wird es zeigen.

 

Der Facebook-Befreunder

facebookWie heißt’n du auf Facebook?“ Gerade verkatert aufgewacht, ist man plötzlich mit einer Frage konfrontiert, für die man entweder noch gar nicht bereit ist, oder die man überhaupt nicht beantworten möchte. Grinsend wedelt der One-Night-Stand-Partner mit seinem Smartphone vor deiner Nase herum. Eine digitale Freundschaftsanfrage wird schlagartig zur Drohung. Jetzt gilt es blitzartig die richtige Entscheidung zu treffen. Will man das Gegenüber potentiell nochmal treffen? Will das Gegenüber die Freundschaft vielleicht nur für Präsentationszwecke? Kann mich diese digitiale Freundschaft mit jemandem, den ich eigentlich eher mittel finde, irgendwann in Verlegenheit bringen? Und was soll eigentlich dieser ganze Facebook-Scheiß? Wir sind doch keine Freunde, sondern haben nur im Rausch gepimpert. Die Lösung: ganz old-school nach der Telefonnumer fragen. Da kann man immer noch einfach nie mehr anrufen.

 

Der Durchbrenner

durchbrennerUnd weg ist er oder sie. Dabei ging es doch noch vor ein paar Stunden einigermaßen ordentlich in deinem Bett ab. Naja, vielleicht auch nicht. Eventuell ging auch gar nichts mehr ab, weil beide viel zu betrunken waren. Egal. Fakt ist: Plötzlich liegt man allein im Bett. Weit und breit ist nichts mehr von dem Clubaufriss zu sehen, der da irgendwann mal gelegen haben muss. Darauf deutet nämlich die Mulde im Kopfkissen hin. Und riechen kann man es auch noch ein bisschen. Und jetzt? Weg. Abgehauen. Durchgebrannt. Hinterlassen wurde auch nichts. Keine Nachricht, keine Telefonnummer und eine Freundschaftsanfrage auf Facebook hat man auch nicht bekommen. Ein polnischer Abgang galore. Unhöflich? Klar. Ehrlich? Auch. Besser so? Wahrscheinlich. Denn es kommt ja nicht selten vor, dass die Person neben einem am nächsten Tag plötzlich gar nicht mehr so gut aussieht, wie man das letzte Nacht noch dachte. Also lieber zwei Aspirin schlucken und einfach weiterpennen.