Jeden Tag, wenn du deinen Arbeitsplatz betrittst, denkst du dir: „Ich hab den beschissensten Job überhaupt“. Ja, Arbeit nervt. Damit du wieder ein bisschen besser drauf kommst, solltest du dir diese fünf Serien hier anschauen. Denn da gibt es Charaktere, die definitiv schlimmere Jobs haben als du.

 

Tony Soprano in „The Sopranos“
tony-soprano-hbo_kleinViel Geld, viel Macht, viel Frauen. Klingt das nach einem schrecklichen Job? Wenn du Tony Soprano bist, dann ja. Er selbst mag das auch nach vielen Jahren der Psychotherapie nicht einsehen – aber für den Zuschauer ist es allerspätestens nach sechs Staffeln glasklar: der Job als Mafiaboss lässt es nicht zu, sich in irgendeiner Weise zu verändern. Vor allem nicht zum Positiven. Freunde und Verwandte entpuppen sich als Verräter, Psychopathen oder ängstliche Ja-Sager. Die Ehefrau bleibt nur mit dir zusammen, weil sie ein Leben ohne Geld fürchtet. Das Allerschlimmste: ständig will dich jemand umnieten. Mindestens. Oder wahlweise muss man selbst jemanden umnieten. Den besten Freund zum Beispiel.

 

Jacob aus „Lost“
Jacob-lostopediaDie Insel aus der Mystery-Serie „Lost“ ist ein besonders furchtbarer Arbeitsplatz. Von wegen Inselromantik: Ständig passieren hier seltsame Dinge und es verschlägt noch seltsamere Leute dort hin. Und alle wollen irgendeinen idealistischen oder spirituellen Raubbau an diesem achten Weltwunder betreiben. Nicht zu vergessen: der eigene Bruder ist ein Monster, dass dich und andere Leute ständig umbringen will. Der arme Jacob muss sich 2000 lange Jahre lang hauptberuflich mit diesem ganzen Unsinn befassen. Denn er wurde auserwählt. Von irgendwem aus irgendeinem Grund. Genaues weiß auch Jacob nicht. Er kann also nicht mal ein ernstes Wörtchen mit seinem Arbeitgeber reden. Andere Leuten hätten vermutlich spätestens nach 20 Jahren den Inselkoller bekommen und sich selbst mit einer Kokosnuss erschlagen. Nicht so Jacob. Zähe Jobs erfordern eben noch zähere Typen.

 

Jax Teller aus „Sons of Anarchy“
sons-of-anarchy-FXNetwork_kleinBiere, Busen, Bikes. Jahaaa – das kernige Leben eines ledrigen Feuerofen-Outlaws ist bestimmt geil. Mit zehn Dosenbier in der Birne über den Highway brettern, pralltittige Blondinen mit Extensions zwischen Wüstenkakteen besteigen und hin und wieder auch mal eine ehrliche Schlägerei zwischen Biker-Brüdern. Das alles macht Motorradclub-Präsident Jax Teller. Allerdings will er das gar nicht. Also zumindest keine Waffenschieberei oder Drogendealerei mehr. Er will den Club revolutionieren. Doch die Outlaw-Regeln haben ihre eigenen Gesetze. Und so werden eigentlich täglich rund um Jax herum Menschen erschossen und gefoltert. Weil alle irgendwie nicht so wollen wie der arme Jax. Kinder und Ehefrau sind eigentlich ständig in Gefahr, die Mutter intrigiert, andere Clubs erschießen noch mehr Leute und deine besten Freunde sind eigentlich allesamt soziopathische Massenmörder. Diesen Job will wirklich keiner haben.

 

Michael Bluth aus „Arrested Development“
MichaelBluth_HDNetFamilienunternehmen können eine super Sache sein, wenn die Familienstruktur harmonisch ist. Wenn man aber aus einer komplett disfunktionalen Höllenfamilie voller Egomanen kommt, sollte man vielleicht besser darauf verzichten, den Job des Vaters zu übernehmen. Vor allem dann nicht, wenn der gerade wegen Veruntreuung und Anlagebetrug ins Gefängnis eingefahren ist. Michael Bluth tut es dennoch. Und hat somit gleich zwei schreckliche Jobs an der Backe: die eigentlich bereits ruinierte Firma vor dem Ruin zu bewahren und seine hoffnungslos schreckliche Familie vor sich selbst zu beschützen. Wie sagt man? Seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Und im Falle von Michael Bluth den Familienbetrieb auch nicht.

 

Will Graham aus „Hannibal“   
Hannibal-Brooke-Palmer_NBC_kleinDer arme Will hat nun aber wirklich den allerschlimmsten Job erwischt: Profiler beim FBI. An sich bestimmt eine abwechslungsreiche, spannende und toll bezahlte Angelegenheit. Doch leider hat Will eine besondere Fähigkeit: er kann sich an Tatorten in die Rollen der Mörder hineinversetzen und so die Tathergänge vor seinem geistigen Auge rekonstruieren. Klingt nach super Aufstiegschancen? Klingt eher nach Freifahrtschein in Richtung Irrenanstalt. Denn Will bekommt es an seinem Arbeitsplatz mit den gestörtesten Individuen des Planeten zu tun, ständig spritzt ihm Blut ins Gesicht und mehr als die Hälfte aller Leute mit denen er sich unterhält, sind entweder Mörder oder am nächsten Tag tot. Außerdem halten ihn die Kollegen letztlich für einen faszinierenden Freak – Freunde am Arbeitsplatz findet er eigentlich nicht so wirklich. Außer seinen Therapeuten: Hannibal Lecter. Doch der serviert ihm Menschenfleisch. Bei Wills Job stimmt also nicht mal die Kantine.